"Media 68" project
data base
Architecture of the
data base
Functional aspects
of the system
Mask for interrogating
the data base

"MEDIA '68" DATENBANK  

Projekt

Das Konsortium „Media ’68“ hat in Zusammenarbeit mit einigen besitzenden und aufbewahrenden Archiv-Stiftungen und -Institutionen für politische-, Jugend- und Studentenbewegungen der 60er und 70er Jahre des 20. Jahrhunderts eine per Internet zugängliche Datenbank über 1968 realisiert. Diese soll Forschenden und allen Interessierten die Möglichkeit bieten, online bei einem großen virtuellen Archiv anzufragen, um Informationen zu erhalten, Einsicht in Dokumente zu nehmen, Forschungshypothesen zu verifizieren.

Die Datenbank ist einerseits mit Rücksicht auf die Grundsätze der Archivwissenschaft, andererseits auf die voraussichtlichen Ansprüche der künftigen Nutzer dieses dokumentarischen und informativen Komplexes organisiert worden.

Aus diesem Grund haben wir es vorgezogen, zwei Datenbanken aufzubauen, die geeignet sind, verschiedenen Ansprüchen gerecht zu werden: eine Archivdatenbank sowie eine Dokument- und Photodatenbank.

Die erste organisiert Informationen in Bezug auf dokumentarische Bestände, die bei einigen europäischen Archiven aufbewahrt werden; die zweite enthält einen großen Teil der aussagekräftigsten Dokumente der französischen, italienischen, deutschen und spanischen 68er, sowie ca. 1500 Bilder.

Unter streng archivischen Gesichtspunkten ist die vorgegebene methodische Aufgabenstellung zu einer Verbindung der grundlegenden Richtlinien des Faches mit den neuen Impulsen und Anreizen umgewandelt. Diese sind in der archivischen Fachwelt aus der Begegnung mit den Informations-Technologien entsprungen und haben sich in einer immer intensiveren internationalen Debatte gefestigt, die das Thema der Vermittelbarkeit und Integrierbarkeit von Informationen über Archivgut ins Zentrum der Aufmerksamkeit der Fachöffentlichkeit gestellt hat. Von einer solchen Aufgabenstellung leiten sich die prinzipiellen Richtlinien bei der Anlage des Projekts ab:

a)                 voller Berücksichtigung deProvenienzprinzips bei den Ordnungsarbeiten des Archivs;

b)                 getreue Wiedergabe der internen Gliederung der Dokumentation, die innerhalb einer flexiblen hierarchischen Struktur zu behandeln ist;

c)                 Anwendung des vom International Council on Archives vorgeschlagenen und durch das Akronym ISAD(G) (International Standard of Archival Description) identifizierten Komplexes der Verzeichnisnormen und -standards.

 

Die erste von einem EDV-Programm zur Führung dieser informativen Typologien verlangte Voraussetzung besteht daher in der Fähigkeit, diesen fachlichen Ansprüchen zu entsprechen sowie gleichermaßen die Möglichkeit zur Durchführung der typischen Tätigkeiten zu garantieren, die mit der Ordnungs- und Inventarisierungsarbeit, auch durch Benutzen traditioneller Medien (Erstellung von Findbüchern, Inventaren, Indizes usw.) verbunden sind.

Eine zweite Serie von Aufgabenstellungen des Projekts leitet sich von der Auswertung der zu behandelnden Dokumentation ab. Die Archive, die in der Datenbank zusammenfließen, sind Sammlungen von Privatbeständen, die je nach ihrer Spezifität behandelt werden, wodurch die Einheitlichkeit der Bestände bewahrt wird, in denen aber dennoch die Informationen, die sie enthalten, normiert verzeichnet werden, um sie in einer gemeinsamen Datenbank zusammenfließen lassen zu können, die von den Nutzern online leicht abrufbar ist.

Die dritte Fragen-Kategorie, aber sicher nicht die unwichtigste, betrifft die Dimensionen und Modalitäten der Behandlung der Dokumentation. Unter diesem Punkt gibt es zwei Fragen zu berücksichtigen:

 

1)     Die Flexibilität auf der Ebene der Auswertbarkeit bei der Verzeichnung der Archivhierarchie und die immerhin zuverlässige Möglichkeit, die Bilder (und/oder die Texte) der behandelten Dokumente in die Datenbank zu integrieren, welche Stufe der Karteieintragung man auch immer zu erreichen wünscht.

2)     die Notwendigkeit, beim Zugang zur Datenbank die größtmögliche Offenheit zu sichern (Karteikarten, Texte, Bilder), weitgehend befreit vom physischen Aufbewahrungsort der Dokumente.

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www.media68.com | febbraio 1998